Strom weg: Fast 500 Haushalte in Berlin-Mitte betroffen

Am Donnerstag kam es in einem Teil von Berlin-Mitte zu einem unerwarteten Stromausfall, der zahlreiche Anwohner und wichtige Einrichtungen betraf. Knapp 500 Haushalte waren von der Störung betroffen, wie ein Sprecher von Stromnetz Berlin bestätigte.

Der Ausfall ereignete sich am späten Nachmittag und beeinträchtigte unter anderem die Bereiche Behrenstraße, Pariser Platz, Unter den Linden und Wilhelmstraße.

Diese Gegend ist nicht nur dicht besiedelt, sondern beherbergt auch symbolträchtige Orte wie das Brandenburger Tor sowie Gebäude des Deutschen Bundestages und mehrere Landesvertretungen.

Störung im Umspannwerk behoben

Die Ursache für den rund einstündigen Blackout lag laut Stromnetz Berlin in einer Störung eines Umspannwerks. Solche Störungen kommen laut dem Netzbetreiber, der etwa 2,5 Millionen Kunden versorgt, statistisch gesehen mehrmals täglich vor.

Die betroffenen Gebiete waren jedoch von besonderer Bedeutung, was die kurzzeitige Stromunterbrechung zusätzlich brisant machte. Gegen 19 Uhr konnte die Störung behoben und die Stromversorgung in den betroffenen Straßenzügen wiederhergestellt werden.

Hintergrund: Längster Ausfall im Januar

Dieser Vorfall reiht sich ein in eine Serie von Störungen, die die Infrastruktur in Berlin in letzter Zeit beschäftigten.

Erst im Januar kam es im Südwesten Berlins nach einem mutmaßlichen Brandanschlag zum bisher längsten Stromausfall der Nachkriegsgeschichte, dessen Ursache linksextremistische Täter gewesen sein sollen.

Die aktuelle Störung in Mitte war zwar deutlich kürzer und nicht auf kriminelle Handlungen zurückzuführen, verdeutlicht aber die Anfälligkeit der Stromversorgung, selbst in zentralen Lagen.