Strom aus dem Balkonkraftwerk: Was passiert mit dem Überschuss?

Tagsüber produzieren viele Balkonkraftwerke bei Sonnenschein beispielsweise 800 Watt Solarstrom. Der laufende Bedarf im Haushalt durch Router oder Kühlschrank liegt aber oft nur bei etwa 150 Watt. Die Differenz von 650 Watt fließt ungenutzt ins öffentliche Netz, da es für kleine Anlagen oft keine Vergütung gibt. Das bedeutet einen direkten finanziellen Verlust für Sie.

Warum sich einspeisen kaum noch lohnt

Die theoretische Möglichkeit, eine Einspeisevergütung nach dem EEG zu beantragen, ist für Balkonkraftwerke meist mit einem zu hohen bürokratischen Aufwand verbunden. Dieser übersteigt den finanziellen Ertrag bei weitem, zumal die Vergütung oft nur bei rund 7–8 Cent pro Kilowattstunde liegt, während Sie Ihren Strom für etwa 38 Cent einkaufen. Viele Haushalte haben zudem noch alte Ferraris-Zähler, die eingespeisten Strom nicht korrekt erfassen und illegal rückwärts drehen könnten.

Der Speicher als Lösung für maximalen Eigenverbrauch

Um den Eigenverbrauch zu maximieren und den „Verlust“ durch Einspeisung zu vermeiden, sind Balkonkraftwerk-Speicher die ideale Lösung. Ein Gerät wie der Zendure Solarflow 2400 Pro nimmt überschüssigen Strom tagsüber auf und gibt ihn abends oder bei Bedarf wieder ab. So bleibt jede erzeugte Kilowattstunde in Ihrem Haushalt und reduziert Ihre Stromrechnung spürbar.

Wann Nulleinspeisung besonders sinnvoll ist

Eine Nulleinspeisung ist besonders vorteilhaft, wenn Sie viel im Homeoffice arbeiten und tagsüber Strom verbrauchen, wenn der Speicher vorhanden ist oder wenn Ihr Netzbetreiber keinen bidirektionalen Zähler installiert hat. Auch wenn die Hausverwaltung Bedenken zur Einspeisung hat, ist eine Lösung ohne Netzeinspeisung die beste Wahl. So stellen Sie sicher, dass der selbst erzeugte Strom auch wirklich Ihnen zugutekommt.